Ausweis
gefälscht?

Ein Ausweis, auf dem nur ein Datum oder ein Name geändert wurde, sieht auf den ersten Blick echt aus. Holofin rechnet die Prüfziffern der maschinenlesbaren Zone nach, liest sie gegen die Klarschrift und gleicht den Namen mit den übrigen Unterlagen ab.

✓ MRZ-Prüfziffern nachgerechnet✓ Jedes Signal begründet✓ Die Entscheidung bleibt bei Ihnen

Personalausweis

Vorder- und Rückseite · L. WEBER

TD1
NameWEBER
VornamenLENA
Geburtsdatum14.08.1991
AusweisnummerLH7K4R2C9
Gültig bis02.05.2031
Laut MRZ02.05.2021
3 SignaleZu prüfen
Gültig bis: Klarschrift und MRZ weichen abstark
Laut MRZ seit Mai 2021 abgelaufenmittel
Datei aus einem Screenshot-Werkzeugschwach

Das Problem

Vier Arten, einen
Ausweis zu fälschen.

Der Ausweis verbindet alle anderen Unterlagen mit einer Person. Wer ihn fälscht, ändert meist nur die Klarschrift, und jede Art der Fälschung wird auf anderem Weg erkannt.

Die geänderte Identität

Ein echter Ausweis, auf dem Name oder Geburtsdatum in der Klarschrift überschrieben wurden.

Erkannt durch MRZ vs. Klarschrift

Der abgelaufene Ausweis

Echt, aber abgelaufen, mit einem neuen Ablaufdatum in der Klarschrift.

Erkannt durch Daten und MRZ

Der erzeugte Ausweis

Auf einer Vorlage gebaut, mit erfundenen Daten und einer selbst geschriebenen MRZ.

Erkannt durch MRZ-Prüfziffern

Der Ausweis eines anderen

Echt und unverändert, gehört aber einem Verwandten oder dem Partner.

Erkannt durch Name vs. Unterlagen

So prüft Holofin

Sechs Prüfungen,
vom Beweis zum Indiz.

Sie laufen unabhängig voneinander und werden nie zu einem Score verrechnet: Jede Warnung nennt die Prüfung, die angeschlagen hat, das Feld und die beiden Werte, die verglichen wurden.

  1. 01

    Die Prüfziffern der MRZ

    Die maschinenlesbare Zone folgt der ICAO-Norm 9303: drei Zeilen auf dem Personalausweis und dem Aufenthaltstitel im Kartenformat (TD1), zwei auf der Datenseite des Reisepasses (TD3). Dokumentnummer, Geburtsdatum und Ablaufdatum tragen je eine Prüfziffer, dazu kommt eine Gesamtprüfziffer. Holofin rechnet sie alle nach: Eine MRZ, in der eine Angabe ohne passende Prüfziffer geändert oder erfunden wurde, fällt durch.

    stark

    Geprüfte Angaben

    • Dokumentnummer
    • Geburtsdatum
    • Ablaufdatum
    • Prüfziffern
    • Gesamtprüfziffer
  2. 02

    Die MRZ gegen die Klarschrift

    Name, Vornamen, Geburtsdatum, Ablaufdatum, Dokumentnummer, Geschlecht und Staatsangehörigkeit stehen zweimal auf dem Dokument: in der Klarschrift und in der MRZ. Holofin liest beide und vergleicht sie Feld für Feld. Wer nur die Klarschrift bearbeitet, hinterlässt eine Abweichung, und die Warnung nennt das Feld.

    stark

    Geprüfte Angaben

    • Name
    • Vornamen
    • Geburtsdatum
    • Ablaufdatum
    • Dokumentnummer
    • Geschlecht
    • Staatsangehörigkeit
  3. 03

    Der Ausweis im Abgleich mit der Akte

    Der Name auf dem Ausweis muss der des Kontoinhabers auf dem Kontoauszug, des Arbeitnehmers auf der Gehaltsabrechnung und des Mieters oder Kreditnehmers im Antrag sein. Ein echter Ausweis, der zu einer anderen Person gehört als die übrigen Unterlagen, fällt hier auf.

    stark

    Geprüfte Angaben

    • Name
    • Vornamen
    • Kontoinhaber
    • Arbeitnehmer
    • Antragsteller
  4. 04

    Die Daten des Dokuments

    Das Ablaufdatum darf nicht vor dem Ausstellungsdatum liegen, und ein abgelaufener Ausweis wird als solcher gemeldet, mit dem Datum aus Klarschrift und MRZ. Ob ein kürzlich abgelaufenes Dokument noch genügt, entscheidet Ihr Team.

    mittel

    Geprüfte Angaben

    • Ausstellungsdatum
    • Ablaufdatum
    • Geburtsdatum
  5. 05

    Screenshots und Bildschirmaufnahmen

    Verraten Aufbau oder Metadaten der Datei einen Screenshot oder eine Bildschirmaufnahme, wird das gemeldet: Ein Ausweis, der so eingereicht wird, stammt oft nicht aus der Hand des Inhabers. Ein Screenshot ohne solche Spuren bleibt unerkannt, deshalb ist das ein Hinweis, kein Beweis.

    mittel

    Geprüfte Angaben

    • PDF-Producer
    • Bild-Metadaten
    • Seitenaufbau
  6. 06

    Die Datei und das Bild

    Bei Scans und Fotos wird das Bild Bereich für Bereich analysiert: ein überschriebenes Feld, ein geklonter Bereich, eine Schrift, die nicht zum Dokument passt. Bei PDFs kommen Änderungsdaten, ein Bearbeitungsprogramm in der Historie und Text über Text hinzu. Diese Spuren sind Anlass für eine Rückfrage, nie allein für eine Ablehnung.

    Geprüfte Angaben

    • Überschriebene Felder
    • Geklonte Bereiche
    • Metadaten
    • Bearbeitungshistorie

Einsatzbereiche

Überall, wo eine Person
hinter dem Antrag steht.

Ratenkredite und Leasing

Der Ausweis in der Kreditakte, abgeglichen mit Abrechnung und Kontoauszug.

Baufinanzierung

Ausweise aller Darlehensnehmer, jeder Name stimmig mit den Unterlagen.

Vermietung

Der Ausweis zur Mieterselbstauskunft, mit demselben Namen wie auf den Nachweisen.

Versicherungen

Ausweiskopien in Anträgen und Schadenmeldungen, vor der Auszahlung geprüft.

Per API, Upload-Portal oder SFTP

Senden Sie den Ausweis oder die ganze Akte und erhalten Sie die gelesenen Felder aus Klarschrift und MRZ und die Signale zurück. Wird schon beim Upload geprüft, lässt sich ein unleserlicher oder zweifelhafter Ausweis nachfordern, bevor die Akte bearbeitet wird.

Häufige Fragen

Gefälschte Ausweise

Die Sicherheitsmerkmale des Originals, etwa Hologramm oder tastbare Beschriftung, lassen sich auf einer Kopie oder einem Foto nicht prüfen. Was bleibt, ist der Inhalt: die Prüfziffern der MRZ, die MRZ gegen die Klarschrift, die Daten, und der Name gegen die übrigen Unterlagen. Diese Prüfungen führt Holofin bei jedem Ausweis durch.
Die maschinenlesbare Zone ist der Block aus Großbuchstaben, Ziffern und Zeichen < am unteren Rand, genormt durch die ICAO (Dokument 9303). Sie wiederholt Name, Geburtsdatum, Ablaufdatum und Dokumentnummer und sichert sie mit Prüfziffern, die nach einem festen Verfahren mit den Gewichten 7, 3 und 1 berechnet werden. Wer die Klarschrift ändert, muss auch die MRZ ändern und deren Prüfziffern richtig nachrechnen.
Nein. Für die Identifizierung nach dem GwG gibt es eigene Verfahren, etwa die Online-Ausweisfunktion oder ein Video-Ident-Verfahren. Holofin prüft das eingereichte Bild oder PDF eines Ausweises auf Widersprüche und Fälschungsspuren; den Chip des Ausweises liest es nicht.
Holofin meldet ihn, mit dem Ablaufdatum aus Klarschrift und MRZ. Weichen beide voneinander ab, ist das ein starkes Signal, denn dann wurde eines davon geändert. Ob ein kürzlich abgelaufener Ausweis noch akzeptiert wird, entscheidet Ihr Team.
Nein. Holofin liefert Signale, nach Stärke geordnet und jeweils mit den Werten, die verglichen wurden. Schwellenwerte und Entscheidung bleiben bei Ihrem Team. Die DSGVO schränkt Entscheidungen ein, die ausschließlich auf einer automatisierten Verarbeitung beruhen und gegenüber einer Person rechtliche Wirkung entfalten (Art. 22), und ob ein Dokument gefälscht ist, beurteilen Menschen, nicht eine Software.
Ja. Wer einen verfälschten Ausweis vorlegt, macht sich in der Regel wegen Urkundenfälschung strafbar (§ 267 StGB), bei einer digital bearbeiteten Datei kommt die Fälschung beweiserheblicher Daten (§ 269 StGB) in Betracht. Wer den echten Ausweis eines anderen zur Täuschung gebraucht, riskiert eine Strafbarkeit wegen Missbrauchs von Ausweispapieren (§ 281 StGB), und wird damit ein Kredit erschlichen, kommt Betrug (§ 263 StGB) hinzu.

Testen Sie Holofin mit Ihren Ausweisen

Schicken Sie uns echte Ausweiskopien, auch die Fälschungen, die Sie bereits entdeckt haben. Wir liefern die Signale Dokument für Dokument und sagen Ihnen, was wir übersehen haben.

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Holofin